„Vor jedem steht ein Bild des, was er werden soll; solang er das nicht ist, ist nicht sein Friede voll“
(Angelus Silesius)

Presseberichte

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„Schwimmkartoffeln und Gebet“ – Lesung und Jazz-Musik mit Kerstin Wendel in der Friedenskirche Lüneburg

Von Ute Klingberg-Strunk
Was haben schwimmende Kartoffeln mit dem christlichen Glauben zu tun? Eine ganze Menge, findet Kerstin Wendel, denn sie ist überzeugt: „Gott will etwas mit unserem Alltag zu tun haben.“ Ein Satz, den man in christlichen Kreisen häufig hört, aber wohl nicht so häufig mitnimmt in den Alltag. Etwa in den Keller, wo ein defektes Rohr nicht nur die Kartoffeln, sondern auch Kisten und Regale zum Schwimmen bringt. Kerstin Wendel tut genau dies: Sie begegnet Gott im überfluteten Keller, stellt ihn mit pitschnassen Füßen zur Rede. Und teilt, wieder trocken, diese Erlebnisse auf ihre Weise mit: Zwei Bände mit „Alltagssachen zum Weinen und Lachen“ der Autorin sind inzwischen erschienen. Aus ihnen las Kerstin Wendel jetzt bei einer Veranstaltung in der Friedenskirche Lüneburg.
Seit einigen Jahren hat die 47-Jährige als Autorin und Referentin einen neuen beruflichen Weg eingeschlagen. Die gelernte Lehrerin greift dabei zurück auf ihren Familienalltag zwischen Kinder, Küche, Kirche, in dem sich wohl viele Frauen mit ihrem eigenen Alltag wiederfinden können. Da braucht es keine spektakulären Ereignisse, um im Leben einer Pastorenfrau und zweifachen Mutter für Aufregung zu sorgen: Kerstin Wendel packt den ganz normalen Wahnsinn, die ganze Gefühlspalette zwischen Streit, Stress und tiefem Glück in unterhaltsam geschriebene kurze Geschichten. Egal, ob Wasserrohrbruch, Reiseerlebnis, Wohnungssuche oder Putzorgie – die Erzählungen führen immer zu einem Kern: Es lohnt sich, Gott zu vertrauen, in allen kleinen und großen Dingen.
Ergänzt wurde der lebendige Vortrag der Autorin von Musik. Die steuerte Ehemann Dr.Ulrich Wendel, als Theologe sonst eher ein Mann des Wortes, am Saxophon bei. Beide Akteure sorgten für einen ebenso unterhaltsamen wie tiefsinnigen Abend: Auch wer keine Kartoffeln im Keller hat, wird die Gedanken mitnehmen in den eigenen Alltag.